Rehabilitation

EAP: 

Die Erweiterte Ambulante Physiotherapie ist eine Therapieform der gesetzlichen Unfallversicherung. Eine Therapieeinheit dauert ca. 3 – 4 Stunden und wird mehrfach in der Woche durchgeführt. Sie besteht sowohl aus physikalischen Anwendungen (Ultraschall, Elektrotherapie, etc.), Krankengymnastischer Behandlung (Lymphdrainage, manuelle Therapie, etc.) als auch aus trainingstherapeutischen Maßnahmen wie Kraft- Koordinations- und Flexibilitätstraining. Die enge Kommunikation zwischen Physiotherapeuten und Sportwissenschaftlern, die für diese Kombination nötig ist, hat sich als besonders effektiv gezeigt, um Betroffene möglichst schnell und gesund wieder ins Alltags- und Berufsleben zu reintegrieren.

KGG:

Krankengymnastik am Gerät ist eine aktive physiotherapeutische Maßnahme an speziellen Rehabilitationsgeräten und auf der Matte mit dem Ziel den muskulären Status des Patienten zu verbessern. Dazu wird nach einer ausführlichen Anamnese ein individueller Trainingsplan aufgestellt um die Komponenten Kraft, Koordination und Flexibilität positiv zu beeinflussen.

Sportartspezifisches Reha-Training:

Wird zu Beginn der Rehabilitation isoliert an den verletzten Strukturen gearbeitet, so muss im späteren Rehabilitationsverlauf nach einer Sportverletzung der betroffene Athlet wieder spezifisch an seine jeweilige Belastungsform herangeführt werden. Hierbei müssen alle Komponenten (Kraft, Ausdauer, Koordination und Flexibilität) individuell berücksichtigt und trainiert werden. Um eine möglichst reibungslose Wiedereingliederung ins jeweilige Training zu erreichen ist es die Aufgabe des Sporttherapeuten die Belastungsformen zu koordinieren, sowie Intensitäten und Umfänge adäquat zu steigern. Dazu gehört auch, dass zunehmend spezifische technische Abläufe trainiert werden, z.B. im Basketball stoppen, springen, landen etc. Insbesondere bei solchen hochdynamischen Bewegungsformen gilt es die Belastbarkeit, sowohl der aktiven als auch passiven Strukturen, progressiv zu steigern, um negative Reaktionen zu vermeiden. Im Übergang zum Mannschaftstraining werden mittels Leistungsdiagnostiken, die ebenfalls sportartspezifisch erfolgen, objektiv die Bereiche der Ausdauer, Kraft und Sprintfähigkeit beurteilt. Normwerte dienen dabei zu einer Standortbestimmung, um bei der Übergabe an den jeweiligen Verein Hinweise auf gegebenenfalls noch vorliegenden Defiziten zu geben. Am Ende der sportartspezifischen Rehabilitation steht der enge Kontakt zum jeweiligen Athletik- und/oder Reha-Training vor Ort, um das weitere Vorgehen abzusprechen.