Magen-Darm-Diagnostik

Darmkrebs ist in westlichen Industriestaaten eine der häufigsten Krebsarten. Eine Darmspiegelung (Koloskopie) kann die Erkrankung verhindern: Noch gutartige Veränderungen, aus denen später möglicherweise bösartige Tumore hervorgehen, können bei dieser Untersuchung direkt entfernt werden. Nationale und internationale Leitlinien empfehlen die Krebsvorsorge ab 50 Jahren. Menschen mit familiärem Risiko sollten schon sehr viel früher an einem Vorsorgeprogramm teilnehmen.

Bei frühzeitiger Diagnose ist Darmkrebs zu einem hohen Prozentsatz heilbar. Darmkrebsfrüherkennung ist die beste Chance, Leben zu retten!

Wir bieten in unserer Praxis die sanfte Koloskopie (sanfte Darmspiegelung) an. Der Patient erhält vor der Untersuchung eine Beruhigungsspritze (keine Narkose), wodurch die meisten Patienten ihre Untersuchung „verschlafen“. Dadurch ist die Darmspiegelung für die allermeisten Patienten nicht schmerzhaft. Atmung und Kreislauf werden während der Untersuchung mittels Pulsoximeter überwacht. Während der Untersuchung werden alle Anteile des Dickdarmes und der Übergang zum Dünndarm (terminales Ileum) mit einem Videoendoskop begutachtet. Bei veränderter Schleimhaut werden schmerzlos Gewebeproben entnommen und anschließend histologisch untersucht. Gleichzeitig können Polypen (Schleimhautgeschwülste) mittels einer elektrischen Schlinge abgetragen werden (Polypektomie).

Es gibt – je nach Gewebeart – verschiedene Polypen: in den meisten Fällen sind es gutartige Adenome. Adenome können jedoch wachsen und sich im Verlauf von Jahren zu Dickdarmkrebs entwickeln. Die Koloskopie ist somit die wichtigste und bedeutendste Untersuchung zur Früherkennung und Diagnose von Darmkrebs.